Coronahilfe für Vereine

NRW-Koalition initiiert Soforthilfeprogramm für Heimat und Brauchtum

Gerade in schwierigen Zeiten wie jetzt wird der hohe Stellenwert des Ehrenamts in Nordrhein-Westfalen besonders deutlich. Diese gesellschaftliche Struktur gilt es zu unterstützen, damit sie ihre Kraft jetzt und in Zukunft weiter entfalten kann. Die NRW-Koalition von CDU und FDP wird deshalb im kommenden Plenum die Landesregierung beauftragen, ein Soforthilfeprogramm aufzulegen, um den Brauchtums-, Heimat-, und Traditionsvereinen zu helfen.

Dazu der kommunalpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Guido Déus, und der Beauftragte für das Ehrenamt Björn Franken:

Guido Déus: „Das bürgerschaftliche Engagement prägt Nordrhein-Westfalen und macht unser Land stark. Es sind auch die vielen Heimat- und Brauchtumsvereine, die derzeit ihre jeweiligen Strukturen nutzen, um Nachbarschaftshilfen, etc. vor Ort zu organisieren, um den Menschen ,Nähe trotz Distanz‘ vorzuleben. Nun gilt es sicherzustellen, dass unser starkes Ehrenamt mit seinen Strukturen die Krise übersteht, denn es ist unverzichtbar für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In der gegenwärtigen Situation braucht es daher ein Soforthilfeprogramm, das diesen Vereinen genauso unbürokratisch hilft, wie es das Heimatförderprogramm des Landes bereits getan hat.“

Björn Franken: „Das Vereinswesen ist so etwas wie die Seele der Gesellschaft. Und diese leidet sehr stark unter den Folgen der Corona-Krise. Wir benötigen ein zügiges, ordnungsgemäßes Verfahren, um den ehrenamtlichen Menschen ihre Arbeit weiterhin zu ermöglichen. Kredite helfen ihnen nicht, wir benötigen jetzt unbürokratische Zuschüsse. So etwas geht schnell in den Millionenbereich, das muss das Heimatministerium nun präzisieren. Es geht darum Kosten abzufedern, die sonst die Vereine gefährden. Wir sprechen über Mieten, aber auch Vereinsheime, die kreditfinanziert errichtet wurden. Weil diese Räumlichkeiten z.B. nicht mehr für private Feiern vermietet werden können und eigene Veranstaltungen nicht erlaubt sind, ist die Finanzierung gefährdet.“

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