Schule in der Schule ist der beste Unterricht

Claudia Schlottmann zu Präsenzunterricht

19.05.2021, 18:00 Uhr | Düsseldorf | Kirstin Korte MdL

In Nordrhein-Westfalen sollen alle Schüler ab dem 31. Mai wieder Präsenzunterricht erhalten. Das kündigten Ministerpräsident Armin Laschet und Schulministerin Yvonne Gebauer am (heutigen) Mittwoch im Landtag an. Dies gilt für alle Schulformen und bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. 

Dazu unsere schulpolitische Sprecherin Claudia Schlottmann:
„Nach gut einem Jahr mit stark eingeschränkten sozialen Kontakten braucht es unbedingt wieder eine Rückkehr in die Schulen. Homeschooling, Webinare und Videokonferenzen können soziale Kontakte nicht ersetzen, auch wenn das Lernen auf Distanz inzwischen immer besser funktioniert. Doch in sieben Wochen geht das wohl ungewöhnlichste  Schuljahr zu Ende und es ist gut, dass der Unterricht in den letzten Wochen ein Stück weit wieder eine Rückkehr zur Normalität sein wird. So ermöglichen wir fünf Wochen Präsenzunterricht vor den Sommerferien. Viele Schüler kehren damit nach Monaten Homeschooling endlich wieder in die Schulen zurück.
 
Durch den verantwortungsvollen Umgang der allermeisten Kinder und Jugendlichen, Mütter und Väter mit den Herausforderungen dieser Pandemie haben Familien zusammen mit allen Lehrkräften einen unschätzbaren Beitrag geleistet. Aber die psychische Belastung ist für viele Kinder enorm. Wir wissen, wie sehr sie unter den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie leiden. Deshalb ist der Präsenzunterricht so wichtig. Persönliche Begegnungen sind unentbehrlich und unersetzbar wichtig für sie und auch deshalb bin ich der festen Überzeugung, dass Präsenzunterricht, also Schule in der Schule, die richtige Unterrichtsform ist. Angesichts sinkender Coronazahlen und mit dem Schutz durch Tests und immer mehr Impfungen der Lehrerinnen und Lehrer ist dies jetzt bald möglich. Daher freue ich mich sehr, dass wir wieder Präsenzunterricht unter den notwendigen Voraussetzungen ermöglichen und so Lernrückstände sowie psychische Folgen verringern können. Nordrhein-Westfalen wird beispielsweise das Bundesprogramm zum Aufholen coronabedingter Lernrückstände mit zusätzlichen 250 Millionen Euro verdoppeln. Wir werden weiter alles daran setzen, um Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen zu unterstützen.“